Eine kleine Geschichte von einem geretteten Uhu

Der Doktor mit seinem Schützling

 

 

 

 

 

Vor einiger Zeit hat ein mitleidiger Mensch einen verletzten Uhu zu Dr. Hubert Reindl nach Moosbach gebracht.

Der Doktor ist schon von berufswegen als Tierarzt nicht nur Naturfreund sondern auch Naturschützer. Er erkannte sofort, dass ein Flügel gebrochen war. Natürlich hat er entsprechende professionelle Maßnahmen getroffen.

Der Uhu wurde wieder gesund und flugfähig. Es wurde auch darauf geachtet, dass er sich nicht zu sehr an Menschen gewöhnt.

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10. September 2014  

Heute war nun der Tag, an dem das Tier wieder ausgewildert werden sollte. Schließlich hat es sich vor seiner Verletzung schon in freier Natur bewegt. Es wurde eine Wiese zwischen zwei Wäldern ausgesucht, die naturbelassen ist und nur einmal im Jahr gemäht wird.

 Das Ereignis war groß! Presse und Fernsehen waren dabei.

Außerdem ein Falkner und ein Vertreter des Landesbundes für Vogelschutz.

Nachfolgend die Bilder dazu:

 

Das Aussetzen erfolgte völlig unspektakulär. Der Uhu flog nicht weit, sezte sich ins hohe Gras und beobachtete aufmerksam die Fotografen und das Fernsehteam.
Versuche ihn zum Wegfliegen zu bewegen waren fast zwecklos. Er flog jeweils nicht sehr weit. Anderseits sollte das Tier ja auch nicht unnötig beunruhigt werden. Der Uhu würde seine Kräfte schon noch brauchen.
Schließlich ließen wir das Tier in Ruhe. Es findet auf der Wiese und im angrenzenden Wald sicher genügend Futter in Form von Mäusen, Fröschen oder Kleingetier. Der Uhu wird gewiss ein sicheres Plätzchen finden um auch auszuruhen.
Ein Falkner war bei der Auswilderungsaktion auch dabei. Damit wir nun auch Kontakt zu einem Uhu bekommen konnten, hatte er ein zahmes Tier mitgebracht, das dann auch mal halten durfte, wer wollte. Für den jungen Mann war es natürlich ein Erlebnis, den Uhu auf dem Arm zu halten.
Natürlich auch für die Damen vom OTV-Fernsehen. Zwar ein wenig angespannt, am Ende aber begeistert von so einem großen, schönen Vogel.
Die zweite Dame vom OTV hätte hier wahrscheinlich am liebsten noch Abstand gehalten. Das war aber nicht nötig.
Auch für den Naturschützer ist es nicht alltäglich einem Uhu so ins Auge zu sehen.

Ein schönes Erlebnis für alle! 

 

Ob der Uhu überlebt hat, wissen wir nicht (Stand Oktober 2015). Ohne menschliche Hilfe hätte er auf keinen Fall überlebt. Allerdings war auch ein Mensch an der Verletzung mit schuld (Verkehrsopfer). 

Der Uhu, noch in der Voliere.
Knochen aus einem Uhugewölle. Eulen verdauen die Knochen ihrer Beute nicht, im Gegensatz zu den Taggreifen.